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Neubau Forschungsgebäude für angewandte Plasma- und Laser-Medizintechnik mit dem Göttinger Entwicklungslabor für Kaltplasma und Oberflächennanotechnik (GEKO)



Projektbeschreibung und Ziele:

Die neue Forschungsinfrastruktur soll strategisch eine Reihe von wissenschaftlichen und infrastrukturellen Maßnahmen ergänzen, welche die Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Gesundheit (Fakultät I) der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) auf das Zukunftsgebiet der Medizintechnik ausrichtet. Dadurch sollen die räumlichen Voraussetzungen für anwendungsorientierte und kooperative Forschung zwischen dem größten in der Forschungslandkarte aufgenommenen Forschungsschwerpunkt der HAWK „Laser- und Plasmatechnologie“ und der zukunftsträchtigen Medizintechnik geschaffen werden. Bereits etablierten und neuberufenen Professor*innen wird somit die Möglichkeit gegeben, parallel zur Lehre anwendungsorientierte Forschung mit Fokus auf der Medizintechnik in Kooperation mit (über)regionalen Unternehmen durchzuführen. Zudem sollen durch diese Maßnahme bereits an der Fakultät I stattfindende Forschungsaktivitäten im Bereich der Medizintechnik deutlich ausgebaut und intensiviert werden.

Die inhaltliche Ausrichtung der Forschungsinfrastruktur fokussiert sich auf Aktivitäten im interdisziplinären Bereich der Medizintechnik, mit der Atmosphärendruck-Plasma- sowie der Lasertechnologie als Innovationstreiber. Dem Charakter einer Querschnittstechnologie entsprechend, können dadurch entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Gerätetechnik bis zur Anwendung, Innovationsimpulse geschaffen werden. Gemäß dem strategischen Konzept soll die Reichweite der transfer- und umsetzungsorientierten Forschung an der HAWK auf dem Gebiet der Laser- und Plasmatechnologie durch die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen vergrößert und nachhaltig intensiviert werden.

In das Forschungsgebäude wird das „Göttinger Entwicklungslabor für Kaltplasma- und Oberflächennanotechnik“ (GEKO) integriert. Im Rahmen dieser zusätzlichen Fördermaßnahme im Umfang von ca. 0,8 Mio. € werden neuartige Plasmaverfahren und Plasmaanlagen etabliert. Die Ziele der GEKO-Investitionen und damit verbundener F&E-Projekte umfassen die Erzeugung von Nanopartikeln, die Oberflächenmodifikation von ultrafeinen Pulvermaterialien und deren weitergehende Verarbeitung zur Synthese von funktionalen Beschichtungen. Ein Anwendungsgebiet für modifizierte Pulver ist die additive Fertigung von Prothesen. Mit der Erzeugung von Funktionsschichten werden z.B. Batterien für medizinische Hörgeräte adressiert.

Insgesamt ergeben sich als übergeordnete Zielstellungen für das Vorhaben:

• die Schärfung des Forschungsprofils der HAWK durch stärkere ingenieurs-, naturwissenschaftliche und medizintechnische Ausprägung,

• den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten durch die Erforschung effizienter Produktionsverfahren und innovativer Produkte im Bereich der Medizintechnik,

• den kontinuierlichen und nachhaltigen Kompetenzausbau sowie deren Bündelung,

• die Ausbildung eines überregional sichtbaren Kompetenzprofils als branchenübergreifender Ansprechpartner für Technologietransfer im Bereich Medizintechnik.


Laufzeit: 2017 bis 2021


Projektträger und beteiligte Partner:

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK)

Baumanagement der Universität Göttingen

Hidde Timmermann Architekten GmbH, GÖTTINGER ARCHITEKTEN WERKSTATT GbR

Stadt Göttingen

Universitätsmedizin Göttingen

Unternehmen der Region Südniedersachsen


https://www.hawk.de/de/forschung/forschungsprojekte/forschungsbau-fuer-angewandte-plasma-und-laser-medizintechnik

https://hawk.de/de/forschung/forschungsprojekte/goettinger-entwicklungslabor-fuer-kaltplasma-und


Forschungsbau für angewandte Plasma- und Lasermedizintechnik   Bildrechte: GEKO

Forschungsbau für angewandte Plasma- und Lasermedizintechnik

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