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Modellprojekt Dorfmoderation Südniedersachsen

Pilotstudie "Potenziale und Herausforderungen dörflicher Entwicklungsprozesse"



Projektbeschreibung und Ziele:

In vielen Dörfern bilden die Menschen, ihre vielfältigen Fähigkeiten, ihre Bereitschaft zum Engagement und eine ausgeprägte soziale Infrastruktur ein besonderes Potenzial für gemeinschaftliches Handeln zum Wohle der Dorfgemeinschaft. Die Voraussetzungen für positive Veränderungen sind in jedem Ort verschieden. Die Geschichte der Orte, die Bedeutung von Landwirtschaft und Kirche und zahlreiche weitere Faktoren haben die Menschen unterschiedlich geprägt. Projekte der Dorfgemeinschaft müssen darauf sensibel reagieren und die ganz eigene Situation vor Ort berücksichtigen.

Im Projekt „Dorf ist nicht gleich Dorf“ wollen die südniedersächsischen Landkreise (Holzminden, Northeim, Goslar und Göttingen-Osterode) prägende Faktoren der Dorfentwicklung herausarbeiten und Methoden für eine darauf abgestimmte erfolgreiche Moderation von Dorfprozessen entwickeln lassen.

Die wissenschaftliche Begleitung für die vorgeschaltete Pilotstudie "Potenziale und Herausforderungen dörflicher Entwicklungsprozesse" erfolgt durch das Soziologische Forschungsinstitut e.V. an der Universität Göttingen und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK). Finanziell wird die Pilotstudie maßgeblich vom Land Niedersachsen unterstützt.

Im Rahmen des Projektes werden 15 Modell-Dörfer betrachet.



Was ist Dorfmoderation?


Die Qualifizierung zur Dorfmoderatorin oder Dorfmoderator will Menschen dazu befähigen, notwendige Dorfprozesse und Menschen mit Ideen im Dorf zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Bedürfnissen ehrenamtlicher Strukturen.


Die Qualifizierung richtet sich gleichermaßen an Akteure, die in bestehenden Vereinsstrukturen oder auf dörflicher Ebene politisch (z.B. als Ortsbürgermeister/in) tätig sind, sowie an Bürgerinnen und Bürger von jung bis alt, die motiviert sind, sich für ihr Dorf oder ihre Gemeinde z.B. für Dorfläden, Jugendaktionen, Generationen-Projekte oder Erzählcafés zu engagieren.


Landesweit werden die Module 1 (Qualifizierung zum Engagementlotsen) und 2 (Qualifizierung zum Dorfmoderator) angeboten, auf denen das Projekt aufsetzt. Im Modul 2 werden folgende Themen vermittelt:

Themen im Block 1 „Dorfmoderation und Neue Dorfentwicklung mit der Gemeinschaft“:

Engagement im Dorf, Dorfentwicklung, Ländliche Entwicklung, Das Dorf als System


Themen im Block 2 „Einsatz von Methoden und Techniken in der Dorfmoderation“:

Mein Profil: Eigene Kommunikationsfähigkeit; Meine Rolle: Gesprächsführung und Konfliktmanagement; Zukunftsaufgaben im Dorf: Prozess- und Projektmanagement; Meine Aufgabe: Motivation im Dorf verbreiten



Projektumsetzung:

In den Modell-Dörfern sind Interviews geführt worden und die Auswertung wird derzeit in einem Endbericht zusammengefasst.


Der Antrag für das Folgeprojekt ist gestellt worden.



Laufzeit:

Pilotstudie Nov 2016 - April 2017


Projektträger und beteiligte Partner:


Förderung und Beratung:

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Projektträger: Landkreis Göttingen, Demografiemanagement

beteiligte Landkreise: Landkreise Goslar, Holzminden, Northeim


Begleitung:

LEADER-Regionen in Südniedersachsen


wissenschaftliche Begleitung:

SOFI Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen an der Georg-August-Universität


HAWK Fakultät Ressourcenmanagement Göttingen


 

Foto: Treblin

Die Module 1 und 2 stehen allen Interessierten offen:


Modul 2 Dorfmoderation Niedersachsen
Block 1: Fr-So 17.-19. Febr. 2017
Block 2: Fr-So 24.-26. März 2017
Ort: HVHS Mariaspring, Eddigehausen

Modul 1 Engagementlotse
Block 1: Fr-So 10.-12. März 2017
Block 2: Fr-So 12.-14. Mai 2017
Ort: Haus Zeppelin, Goslar

Modul 2 Dorfmoderation Niedersachsen
Block 1: Fr-So 1: 16.-18. Juni 2017
Block 2: Fr-So 18.-20. August 2017
Ort: Haus Zeppelin, Goslar

Modul 2 Dorfmoderation Niedersachsen
Block 1: Fr-So 4.-6. August 2017
Block 2: Fr-So 6.-8. Okt. 2017
Ort: HVHS Mariaspring, Eddigehausen

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