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„Vermeidung und Verwertung von Kunststoffen“

Workshop des Projektbüros und der TU Clausthal


Am 15.06.2021 veranstaltete das Projektbüro Südniedersachsen gemeinsam mit der TU Clausthal einen vertiefenden Workshop zum Thema „Vermeidung und Verwertung von Kunststoffen“. Eingeladen waren Vertreter*innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Abfallwirtschaft und der Wissenschaft. In der dreistündigen Veranstaltung informierten sich die Teilnehmer*innen zu den Themen Precycling, Mehrweg, Kunststoffe in der Circular Economy und Upcycling. Gemeinsam wurde über Potenziale für eine effizientere Kreislaufwirtschaft diskutiert. Der Workshop diente dazu den Austausch und der Vernetzung in der Region zu intensivieren.

Der Übergang vom linearen Wirtschaften hin zu einer Kreislaufwirtschaft bietet große Chancen für ein nachhaltiges, klimaneutrales Wirtschaften und mehr Ressourceneffizienz.

Die Region Südniedersachsen ist auf Grund ihrer Historie und einer Reihe an Kompetenzen und Kapazitäten prädestiniert dafür, den Übergang zur Kreislaufwirtschaft aktiv mitzugestalten.

Zum Thema Precycling/Zero Waste referierte Frau Prof. Katharina Klug von der AMD Akademie Mode & Design GmbH. Sie erläuterte, warum immer mehr Konsument*innen einen nachhaltigen Lebens- & Konsumstil bevorzugen und bewusst unverpackt einkaufen.

Geschäftsführerin Sibylle Meyer stellte das bundesweite Pfandsystem für Mehrwegbecher und –deckel im To-Go-Bereich der FairCup GmbH aus Göttingen vor.

Über die Herausforderungen, Chancen und Treiber von Kunststoffen in der Kreislaufwirtschaft referierte Kai Hoyer, Gründer und Geschäftsführer der Source One GmbH.

Die Teilnehmer*innen informierten sich in einem Vortrag von Herrn Dr. Hartwig Schlüter von der up2fuel GmbH über ein Upcycling-Verfahren, das Altplastik in Kraftstoff umwandelt. .

In einer regen Diskussion sprachen die Teilnehmer*innen über gesetzlichen Regularien und Rahmenbedingungen sowie über Hindernisse und Probleme beim Kunststoffrecycling, wie beispielsweise zu hohe Kosten oder die fehlende Sortenreinheit der Kunststoffe. Diskutiert wurde auch über die Logistik zur Bereitstellung von Mehrwegpfandsystemen.

Am Ende waren sich die Teilnehmer*innen einig: Innovative Recyclingverfahren sind wichtig - aber an erster Stelle steht die Vermeidung von Kunststoffmüll.

Plastikmüll in einer Erdhalbkugel   Bildrechte: pixabay

Plastikmüll

Artikel-Informationen

erstellt am:
16.06.2021
zuletzt aktualisiert am:
17.06.2021

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