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Vierter Jahrestag des Südniedersachsenprogramms und Übergabe des Jahresberichts

04.11.2019


Regionalstrategie soll Kräfte weiter bündeln


Im vierten Jahr des Südniedersachsenprogramms hat Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, auf der heutigen Jahresbilanz-Veranstaltung in Holzminden die Bedeutung der künftigen europäischen Förderpolitik für die Entwicklung Südniedersachsens betont. „Europa ist gut für unsere Regionen. Wir brauchen aber mehr Flexibilität und regionalisierte Ansätze in der EU-Förderung. Nur so können wir auf die Bedarfe der Regionen eingehen und die vorhandenen Fördergelder möglichst effektiv einsetzen. Für diesen Ansatz für die kommende Förderperiode nach 2020 machen wir uns in Brüssel stark“, sagte die Ministerin vor rund 120 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.


Regionalministerin Honé begrüßte die Erarbeitung einer südniedersächsischen Regionalstrategie: „Sie identifizieren gemeinsam Leuchtturmprojekte und wichtige Maßnahmen für die Region.“ Südniedersachsen zeichne sich besonders durch seine starke Forschungs- und Entwicklungslandschaft aus, die es noch stärker auf europäischer Ebene zu vernetzen gelte. „Die Region verfügt über zahlreiche Hidden Champions. Deren Vernetzung bietet große Chancen für Innovation und wirtschaftliches Wachstum“, so Honé weiter.


Der Göttinger Landrat Bernhard Reuter betonte die Bedeutung der gemeinsamen Regionalstrategie. Neue Themenfelder seien sichtbar. „Wir nehmen alle Akteure mit“, so Reuter. An erster Stelle stehe der Aufbau eines Fachkräftemarketings für Südniedersachsen. “Südniedersachsen ist für Fachkräfte attraktiv. Das muss im In- und Ausland sichtbarer werden.“


Der Goslarer Landrat Thomas Brych hob unter anderem die Erfolge der südniedersächsischen Landkreise im Breitbandausbau hervor. "Im Bereich der Breitbandversorgung haben wir schon eine Menge erreicht, dürfen jetzt aber nicht stehen bleiben. Denn die digitale Infrastruktur ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes."


Der Holzmindener Landrat Michael Schünemann, der erst seit dem 1. November im Amt ist, kündigte sein Engagement vor allem für die Themenbereiche Klimaschutz und Digitalisierung im ländlichen Raum an.
In moderierten Fachforen diskutierten die zahlreichen Gäste über Zukunftsthemen wie die Breitband- und Mobilfunkversorgung für den ländlichen Raum, neue Initiativen in der Ausbildung im Pflegebereich und die Notwendigkeit digitaler Weiterbildung.


Die Mitglieder des Steuerungsausschusses überreichten Ministerin Honé den vierten Jahresbericht des Südniedersachsenprogramms. Sie verbanden dies mit dem Wunsch, das Land möge die besonderen Herausforderungen Südniedersachsens auch weiterhin im Blick haben. „Seien Sie gewiss, Südniedersachsen wird auch in Zukunft unsere besondere Aufmerksamkeit haben“, hob die Ministerin hervor.


Über das Südniedersachsenprogramm:

Das Südniedersachsenprogramm ist ein aktives Unterstützungsangebot für Südniedersachsen, mit dem die Landesregierung und regional Verantwortliche die regionale Attraktivität und Zukunftsfähigkeit dauerhaft sichern wollen. Das Programm folgt einem integrativen Ansatz, der Region Entwicklungschancen zu eröffnen. Aufgrund der besonderen Herausforderungen im südlichen Teil Niedersachsens erhält die Region zusätzliche Unterstützung bei der Entwicklung und der Umsetzung des Programms.

Ansprechpartnerin: Dr. Ulrike Witt, Projektbüro Südniedersachsen, Danziger Str. 40, 37083 Göttingen, Tel. 0551 5074113, Email: Ulrike.witt@arl-bs.niedersachsen.de

 
Mitglieder des Steuerungsausschusses Südniedersachsen übergeben den Jahresbericht 2019 an Ministerin Birgit Honé; Foto: Stephan Beuermann; Bildrechte: Projektbüro Südniedersachsen
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