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Steuerungsausschuss Südniedersachsen nimmt nachhaltigen Hoch- und Niedrigwasserschutz im Harz in den Fokus

Pressemitteilung des Projekts Digitale Dörfer Niedersachsen


Der Steuerungsausschuss Südniedersachsen traf sich am heutigen Mittwoch (08.06.2022) im Kreishaus des Landkreises Goslar. Landrat Dr. Alexander Saipa begrüßte die Teilnehmenden nach langer Zeit wieder in Präsenz im Sitzungssaal zur 30. Sitzung.

Auf der Tagesordnung standen innovative Lösungen, um den Auswirkungen des Klimawandels im Harz zu begegnen, die digitale Teilhabe im ländlichen Raum und das Förderprogramm des Landes „Zukunftsregionen in Niedersachsen“.


Energie- und Wasserspeicher Harz: innovative Ansätze, um dem Klimawandel entgegenzuwirken

Herr Dr.-Ing. Jens zum Hingst (Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum) stellte die Zwischenergebnisse aus dem Projekt „Energie- und Wasserspeicher Harz“ (EWAZ) vor. Das Projekt zeigt auf, wie sich der Westharz in der Wasserwirtschaft an den Klimawandel anpassen kann. Die Simulation zeigt, wie Hochwasserschutz, Niedrigwasserabgabe sowie Trinkwassergewinnung gewährleistet werden können und Energiespeicherwasser als Teil des regionalen nachhaltigen Energiesystems bereitgestellt wird.

Herr Dr.-Ing. zum Hingst erläuterte, dass Maßnahmen am Standort Okertalsperre - Huneberg zukünftige Hochwasserereignisse im Okertal und den daran anschließenden Flussgebieten deutlich reduzieren können.

Das Projekt wurde 2019 in das Südniedersachsenprogramm aufgenommen und wird durch EFRE-Mittel der Europäischen Union und des Landes Niedersachsen innerhalb der Richtlinie Innovation durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefördert.

Der Steuerungsausschuss begrüßte die Ergebnisse des Projekts, die für den zukünftigen Hochwasserschutz und die Trinkwasserversorgung im Harz von großer Bedeutung sind. „Wir alle haben noch das verheerende Hochwasser im Jahr 2017 vor Augen. Die Lösungsansätze des Projekts sind eine wichtige Grundlage für den Hochwasserschutz des Landkreises Goslar und tragen dazu bei, dass die Region den Auswirkungen des Klimawandels mit innovativen Ansätzen entgegentreten kann,“ betonte Landrat Dr. Alexander Saipa.


Digitales Dorf-Mobil für mehr digitale Teilhabe auf dem Land

Digitale Bildungsangebote auf dem Land sind eher die Ausnahme, obwohl der Bedarf groß ist. Diese Lücke will das Projekt „Das Digitale Dorf-Mobil – Medienkompetenz für Jung & Alt vor Ort (DigiMo)“ schließen. Vorgestellt wurde das Projekt von Wendy Ramola von der LEB in Niedersachsen e. V. (Regionalbüro Südniedersachsen).

Das digitale Dorf-Mobil fährt direkt in die Dörfer und ist mit viel Technik und verschiedenen Mobilgeräten ausgestattet. Auf diese Weise können die qualifizierten Pädagog*innen digitale Kompetenzen direkt vor Ort an Notebooks, Smartphones oder Tablets vermitteln.

Das Projekt bietet aber nicht nur zielgruppenspezifische Bildungs- und Beratungsangebote vor Ort in den Dörfern an, sondern hat auch die Qualifizierung von Ehrenamtlichen zum Ziel.

„In den ländlichen Regionen gibt es eine große Nachfrage nach digitaler Teilhabe. Es freut mich, dass das Projekt alle Altersgruppen anspricht und so niedrigschwellig und generationenübergreifend digitale Teilhabe ermöglicht“, erklärte die Landebeauftragte und Vorsitzende des Steuerungsausschusses Dr. Ulrike Witt.


Zukunftsregion Südniedersachsen

Südniedersachsen wird sich im Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ bewerben. Dr. Tim Schneider (SüdniedersachsenStiftung) präsentierte den Stand der Vorbereitungen. Die Konzeptentwicklung steht kurz vor dem Abschluss, so dass das Zukunftskonzept fristgerecht bis Ende Juni beim Niedersächsischen Regionalministerium eingereicht werden kann.

„Mit dem Südniedersachsenprogramm haben wir eine nachhaltige Kooperation der Landkreise und der Stadt Göttingen etabliert. Dank des neuen Förderprogramms besteht die Möglichkeit, diese Kooperation in der Zukunftsregion weiterzuführen und auszubauen und das sogar mit finanzieller Förderung“, erklärte die Landesbeauftragte abschließend.

Informationen zum Steuerungsausschuss:

Im Steuerungsausschuss Südniedersachsen entscheiden die Hauptverwaltungsbeamt*innen der Landkreise, der Stadt Göttingen, der Städte und Gemeinden zusammen mit den beiden Landesbeauftragten über die Aufnahme von Projekten in das Südniedersachsenprogramm.

Artikel-Informationen

erstellt am:
08.06.2022
zuletzt aktualisiert am:
28.06.2022

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