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Modellprojekt „Digitale Kompetenzen“ gestartet

Gemeinsam für Unternehmen im ländlichen Raum


Kleine und mittlere Unternehmen im ländlichen Raum bei der digitalen Transformation zu unterstützen – das ist das Ziel des Modellprojekts „Digitale Kompetenzen in der Weiterbildung“. In einer gemeinsamen Initiative von vier Hochschulen und fünf Landkreisen, der Agentur für Arbeit und weiteren Kooperationspartnern konnte sich das Projekt erfolgreich durchsetzen. Die drei südniedersächsischen regionalen Fachkräftebündnisse Leine-Weser, Südniedersachsen und SüdOstNiedersachsen haben sich für das gemeinsame Projekt entschieden. Jetzt ist es bewilligt worden.

Passgenaue Weiterbildung

Wie kann der Mittelstand das Potential des digitalen Wandels ausschöpfen und sich neue Märkte erschließen? Der Qualifikation der Mitarbeiter*innen kommt eine wichtige Rolle zu. Ihre Potentiale weiterzuentwickeln, kann entscheidend sein. Für Unternehmen im süd(ost)niedersächsischen Raum wird das Modellprojekt „Digitale Kompetenzen“ passgenaue Weiterbildung für betriebliche Erfordernisse entwickeln. Im Projekt werden die Weiterbildungsbedarfe der kleinen und mittleren Unternehmen direkt in den Betrieben erhoben. Auf dieser Grundlage werden innovative, branchenbezogene und passgenaue Maßnahmen entwickelt, mit denen die Unternehmen ihre Mitarbeiter*innen gezielt qualifizieren können.

Verschiedene Branchen

In den drei Teilprojekten gehen die Hochschulen arbeitsteilig vor und untersuchen jeweils einzelne Branchen. So stehen im Teilprojekt der HAWK Holzminden Pflegedienstleistungen im Vordergrund. Die HAWK Göttingen wird das Handwerk untersuchen. Die Ostfalia, die TU Braunschweig und die TU Clausthal werden sich auf das produzierende Gewerbe, den Einzelhandel sowie die Branchen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft konzentrieren. Im Austausch der Verbundpartner werden die Ergebnisse auf die anderen Bereiche übertragen.

Transfer zu Anbietern

„Durch die Kooperation“, so macht Alexandra Engel, Professorin an der HAWK in Holzminden deutlich, „können wir die Kompetenzen der Hochschulen bündeln. Der Transfer zu den Weiterbildungsanbietern stellt sicher, dass die Produkte dann auch auf den Markt kommen.“ Modellhaft getestete Weiterbildungsmaßnahmen sollen regionalen Weiterbildungsanbietern im Anschluss als Blaupause dienen. So wird unternehmensorientierte Weiterbildung geboten, die benötigt wird.

Anschluss für Förderprogramme

„Wir wünschen uns,“ erklärt Stefan Friedrich vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, „dass wir passgenaue Digitalisierungsangebote bekommen. Die Unternehmen können im Anschluss das Programm „Weiterbildung in Niedersachsen“ und die Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit nutzen.“ Weiterbildung könne ein Einstieg in die betriebliche Digitalisierung sein.

Davon geht auch Klaus Voelcker, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Göttingen, aus: „Die großen Unternehmen in den Ballungsgebieten nutzen bereits die sehr guten Fördermöglichkeiten, die wir bieten. Bei den vielen kleineren Unternehmen besteht nach wie vor ein hoher Beratungsbedarf. Hier hat sich eine aktive Ansprache der Betriebe als sinnvoll herausgestellt. So kann eine auf die Unternehmen bezogene, flexible Förderung ermöglicht werden. Die gemeinsame Initiative der regionalen Fachkräftebündnisse im Projekt „Digitale Kompetenzen“ ist vorbildhaft. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“.

Webinare schon jetzt!

Ein erstes positives Resultat für die regionalen Unternehmen hat die Zusammenarbeit der Hochschulen schon jetzt: Sie werden auf Basis vorangegangener Projekte zeitnah Webinare für Unternehmen zu Digitalisierungsthemen des Handels durchführen. „Mit diesen Angeboten reagieren wir auf die aktuellen Unternehmensbedarfe, die sich durch den Corona-Virus rasant entwickelt haben, so Prof. Dr. Udo Triltsch. Prof. Dr. Jörg Lahner fasst zusammen: „Damit etabliert das Projekt in Kombination mit den geplanten Unternehmensbefragungen eine starke Praxisforschung, denn unsere Aufgabe ist nun, die Unternehmen zu unterstützen und flexibel zu sein.“

Ein erstes positives Resultat für die regionalen Unternehmen hat die Zusammenarbeit der Hochschulen schon jetzt: Sie werden auf Basis vorangegangener Projekte zeitnah Webinare für Unternehmen zu Digitalisierungsthemen des Handels durchführen. „Mit diesen Angeboten reagieren wir auf die aktuellen Unternehmensbedarfe, die sich durch den Corona-Virus rasant entwickelt haben, so Prof. Dr. Udo Triltsch. Prof. Dr. Jörg Lahner fasst zusammen: „Damit etabliert das Projekt in Kombination mit den geplanten Unternehmensbefragungen eine starke Praxisforschung, denn unsere Aufgabe ist nun, die Unternehmen zu unterstützen und flexibel zu sein.“

Artikel-Informationen

04.05.2020

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