Niedersachen klar Logo

Erstes Südniedersachsen-Projekt startet

Das Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig bewilligt Mobilitätsprojekt für Südniedersachsen.

Göttingen, 22.07.2015

Am 22.07.2015 startete das Südniedersachsenprogramm mit seiner ersten Bewilligung. Der Landesbeauftrage Matthias Wunderling-Weilbier überreichte den Fördermittelbescheid über 200.000,- Euro für das erste Projekt im Handlungsfeld „Regionale Mobilität" des Südniedersachsenprogramms.

Im Mittelpunkt von IMES („Integrative Mobilitätsinnovation zum Erhalt der Standortattraktivität in Südniedersachsen") stehen die lokalen Mobilitätsbedarfe in Hann. Münden, Osterode a. H. und Uslar. Die Förderung erhält das Gemeinschaftsprojekt der Universität Göttingen und des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN).

Am Beispiel der drei südniedersächsischen Modellräume wird die Sustainable Mobility Research Group der Universität Göttingen unter der Leitung von Prof. Dr. Lutz M. Kolbe ein Methoden-Set entwickeln, mit dem in jeder beliebigen Region spezifische Mobilitätsbedarfe effizient erhoben und innovative Konzepte zur nachhaltigen Mobilitätsgestaltung abgeleitet werden können. Die praktische Umsetzung erfolgt unter Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern.

In den Blick nehmen die Forscher die Erreichbarkeit von Krankenhäusern und anderen für die Bürgerinnen und Bürger wichtigen Einrichtungen. Aber auch Jugendliche, die im Sommer zum Schwimmen oder am Abend in die Disko fahren, sollten Möglichkeiten haben, ihre Ziele mit dem ÖPNV zu erreichen. „Die Erreichbarkeit von Einrichtungen der Daseins-vorsorge zu sichern, ist in Zeiten des demographischen Wandels ein hohes Gut, das über die Attraktivität von Standorten entscheiden kann", erklärte der Landesbeauftragte Wunderling-Weilbier.

Mittelfristiges Ziel des Projektes ist es, die Nahverkehrsplanung, die bislang vor allem die Wege von Schülern und von Pendlern in den Blick nehmen, zu einer umfassenden Mobilitätsplanung weiter zu entwickeln. Bislang lassen sich die sogenannten flexiblen Bedarfe nicht in Planungen einbeziehen, weil sie nicht berechnet werden können. „Wir müssen", betonte Kolbe, „die Mobilitätswünsche der Bevölkerung noch viel besser verstehen, um dann in einem weiteren Schritt auf die jeweilige Situation angepasste Angebote machen zu können." Eine Orientierung soll hierzu auch die Auswertung bereits durchgeführter Modellvorhaben an anderen Orten geben. Für Hennig Stahlmann vom ZVSN ist die zweite Phase des Projektes, in der es um konkrete Umsetzung von Angeboten gehen soll, von großer Bedeutung. „Wichtig ist, nicht an den wirklichen Bedarfen vorbei zu planen", erklärte er.


Hintergrundinformationen:

Das Projekt „Integrative Mobilitätsinnovation zum Erhalt der Standortattraktivität in Südniedersachsen" (IMES) wird bereits als Projektansatz im Südniedersachsenprogramm erwähnt. Es ist im zweiten Handlungsfeld „Regionale Mobilität weiter entwickeln!" verankert. Hier soll durch Projekte eine Verbesserung der regionalen Mobilität und Erreichbarkeit erzielt werden. IMES ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Göttingen und des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN). Die Sustainable Mobility Research Group der Universität Göttingen unter der Leitung von Prof. Lutz M. Kolbe führt das Projekt durch. Über die AG Mobilität und den Steuerungsausschuss des Südniedersachsenprogramms ist die Verknüpfung zu anderen Projekten im Handlungsfeld gesichert.

Zu den Projekten


Ansprechpartner für weitere Informationen:

Amt für regionale Landesentwicklung
- Projektbüro Südniedersachsen -
Dr. Ulrike Witt
Tel.: +49 551 5074-113
E-Mail: ulrike.witt@arl-bs.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

24.09.2015

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln