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DICTUM - Digitale Kommunikationshilfen für nicht-deutschsprechende Patienten


Projektbeschreibung und Ziele:

Patienten zu behandeln, die kaum Deutsch sprechen, ist für Hausärzte eine große Herausforderung. Dolmetscher*innen und Dolmetscher sind jedoch besonders in ländlichen Regionen selten verfügbar, ihre Finanzierung ist meist ungeklärt.

Im Projekt DICTUM-Friedland entwickeln und pilotieren wir eine digitale Kommunikationshilfe, mit der nicht-deutschsprechende Patient*innen und Patienten in ihrer eigenen Sprache hinsichtlich ihrer Symptome und Vorerkrankungen strukturiert befragt werden können. Einfache Sprache, die Unterstützung von 13 unterschiedlichen Sprachen und Dialekten sowie die durchgängige Audiounterstützung machen eine breite Verwendung unabhängig vom Bildungsgrad möglich.

Patient*innen verwenden die iPad-basierte Kommunikationshilfe bereits im Wartezimmer, Ärzt*innen erhalten vor der persönlichen Konsultation eine übersetzte Zusammenfassung der Anamnese. Ziel ist durch verbesserte Informationserhebung eine qualitativ bessere Versorgung für eine besonders vulnerable Patient*innen in Situationen zu erreichen, in denen keine adäquate Sprachmittlung möglich ist. Patient*innen werden dabei in die Lage versetzt, gerade im spontanen Erstkontakt mit der Ärzt*innen selbstbestimmt für ihre gesundheitlichen Belange einzutreten, ohne auf (häufig laien-)dolmetschende Dritte angewiesen zu sein. Die digitalisierte Erhebung von Daten entlastet zudem das medizinische Personal von zeitaufwendigen Dokumentationsaufgaben.



Laufzeit:

2017 bis 2019



Projektträger und beteiligte Partner:


Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Göttingen, aidminutes GmbH, Landesaufnahmebehörde Standort Grenzdurchgangslager Friedland und den Maltesern in der Diözese Hildesheim




Foto: Frank Müller UMG

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