Niedersachen klar Logo

AKZESS - Ein besonderes Willkommen für ausländische Fachkräfte


Wie kann man ausländische Fachkräftezuwanderung effizient und sensibel steuern? Diese Frage wurde am Mittwoch, den 28.10.2018, in einem Workshop an der Universität Göttingen diskutiert. Zusammengekommen waren Vertreter*innen der Ausländerbehörden südniedersächsischer Landkreise, der Stadt Göttingen, des Niedersächsischen Innenministeriums und das Welcome Centre für den Göttingen Campus und die Region Südniedersachsen sowie die SüdniedersachsenStiftung. Initiiert und begleitet wurde der Workshop vom Projektbüro Südniedersachsen. Aus Dresden angereist waren Vertreter*innen des Sächsischen Staatsministeriums des Inneren.

Die sächsischen Kolleg*innen stellten das Projekt AKZESS (Ausländische Fachkräftezuwanderung effizient und sensibel steuern) vor, das 2011 in Sachsen startete und inzwischen in den Regelbetrieb verschiedener Ausländerbehörden übernommen worden ist. Bei AKZESS handelt es sich um innovatives Verwaltungsverfahren für ausländische Fachkräfte. Ziel ist die Beschleunigung des aufenthaltsrechtlichen Verfahrens. Dieses Ziel wird durch die Schaffung von Experten*innen-Teams erreicht. Innerhalb von vier Wochen nach Antragstellung erhalten die Fachkräfte eine Rückmeldung zu ihrem Aufenthaltsstatus. In den letzten Jahren konnte unter Beteiligung aller relevanten Akteure ein einheitliches Verfahren etabliert und eine schnellere Abwicklung sichergestellt werden. Die Teilnahme an AKZESS erfolgt in Sachsen auf freiwilliger Basis.

Der Impuls aus Sachsen kam bei allen Teilnehmer*innen gut an. Die Erfolge von AKZESS sind deutlich erkennbar. Mit Blick auf die Region Südniedersachsen waren sich die Anwesenden einig, dass die Herausforderungen weniger in der Dauer der hiesigen Verfahren liegen. Effizienzgewinne wären möglich, wenn beispielsweise die Visa in den Drittländern schneller erteilt würden oder die aufenthaltsrechtlichen Verfahren bereits vor der Einreise nach Deutschland beginnen könnten.

In einem Erfahrungsaustausch zwischen den Ausländerbehörden der Landkreise Göttingen und Northeim sowie der Stadt Göttingen und dem Welcome Centre sollen nun weitere Verbesserungsmöglichkeiten in Südniedersachsen identifiziert und die Zusammenarbeit intensiviert werden. Die Teilnehmer*innen befürworten zudem die Idee eines intensivierten Austausches zwischen dem Innenministerium, den Ausländerbehörden in Südniedersachsen und den Mitarbeiter*innen des "Welcome Centres des Göttingen Campus und der Region Südniedersachsen", in Form eines übergreifenden Netzwerkes zur Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen in den Landkreisen und der Stadt Göttingen, um ausländische Fachkräftezuwanderung in die Region effizient zu gestalten.“

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln