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Über 365.000 Euro für innovative Bildungsprojekte im Rahmen des Südniedersachsenprogrammes

Heiligenstadt: „Förderung dualer Berufsausbildung und Berufsorientierung stärken Region“


Duderstadt, 19.09.2016


Die Niedersächsische Landesregierung fördert im Rahmen des „Südniedersachsenprogramms" zwei innovative Bildungsprojekte in der Region Goslar, Göttingen, Holzminden, Northeim und Osterode. Zwei entsprechende Förderbescheide hat die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am (heutigen) Montag in Duderstadt und Göttingen übergeben. Die beiden Projekte „Attraktivitätssteigerung dualer Berufsausbildung in ländlichen Räumen" der HAWK Hildesheim / Holzminden/ Göttingen und „Regionales Berufswahlnetzwerk Sek II - Vertiefte Berufs- und Studienorientierung" der Stadt Göttingen und der Beschäftigungsförderung Göttingen beschäftigen sich mit der beruflichen Erstausbildung und werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.

„Beide Projekte setzen auf Vernetzung und Bündelung der regionalen Kompetenzen, um jungen Menschen hier in dieser Region berufliche Perspektiven zu eröffnen. Das ist gut für Südniedersachsen und für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Region. Die Stärkung der dualen Berufsausbildung und der Ausbau der Berufsorientierung sind dabei genau die richtigen Ansätze. Das hat nicht zuletzt der kürzlich veröffentliche OECD-Bildungsbericht erneut belegt", erklärt Niedersachsens Kultusministerin Heiligenstadt.

Das Projekt der HAWK Hildesheim / Holzminden / Göttingen wird mit rund 142.600 Euro gefördert. Die regionalen Bildungsakteure in Holzminden und Duderstadt haben sich zusammengetan, um den wichtigen Ausbildungsgang der Kaufleute im Groß- und Außenhandel in der Region für die Zukunft zu sichern. Dazu werden in dem Projekt „Attraktivitätssteigerung dualer Berufsausbildung in ländlichen Räumen" Materialien der Online-Lehre („Blended Learning") entwickelt. Gemeinsam mit ausbildenden Unternehmen soll die Einbindung dieser neuen Lernszenarien in die betriebliche Praxis systematisch und modellhaft an den Berufsschulstandorten Holzminden und Duderstadt erprobt werden. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt erklärte dazu, dass mit diesem Projekt dem Ziel der Landesregierung, die wohnortnahe Beschulung der Auszubildenden sicherzustellen, ein Schritt näher gekommen werde.

„Blended Learning wird in Zukunft ein zentraler Baustein sein, um die Vielfalt der Bildungs- und Ausbildungsangebote auch in der Fläche zu erhalten. Ich bin gespannt auf die Erfahrungen aus diesem Projekt, die für das große Flächenland Niedersachsen interessante Erkenntnisse liefern können."

Für das Projekt „Regionales Berufswahlnetzwerk Sek II - Vertiefte Berufs- und Studienorientierung" stellt das Land aus dem Europäischen Sozialfonds rund 222.670 Euro bereit. Die Initiative der Stadt Göttingen und der Beschäftigungsförderung Göttingen vernetzt 18 Schulen des Sekundarbereiches II in den Landkreisen Northeim, Göttingen und Osterode am Harz mit der Arbeitsagentur, der regionalen Wirtschaft und Verwaltung und den (Fach)Hochschulen. Angehende Abiturientinnen und Abiturienten sollen in dem Netzwerk bei der Entscheidung gestärkt werden, welchen Weg die jungen Erwachsenen nach dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife einschlagen wollen. „Das Zusammenspiel vieler Akteure und der Einsatz von Projektbegleitern wird die jungen Erwachsenen dabei unterstützen, die für sie beste Entscheidung zu treffen. Besonders überzeugt mich der nachhaltige Ansatz des Projektes, denn durch die Begleitung von Agentur für Arbeit Göttingen, den Landkreisen Osterode am Harz, Göttingen und Northeim, der Bildungsregion Göttingen und dem Institut für Bildung und Erziehung werden die gesammelten Erfahrungen auch über die Laufzeit des Projektes für die Region bewahrt und weiterentwickelt", lobte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt.

Die beiden geförderten Projekte sind Bestandteil des Südniedersachsenprogramms der Landesregierung und inhaltlich eingebettet in das Bündnis Duale Berufsausbildung (BDB), ein Handlungsfeld der niedersächsischen Fachkräfteinitiative mit dem Ziel, das duale System der Berufsausbildung zu stärken und die Beratung und Begleitung der Jugendlichen im Übergang zur Berufsausbildung durch die Zusammenarbeit aller Akteure zu optimieren.


Pressemitteilung des Niedersächsischen Kultusministeriums


Ansprechperson:
Sebastian Schumacher

Nds. Kultusministerium

Pressesprecher

Schiffgraben 12

30159 Hannover

Tel: 05 11/1 20-71 48

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