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Startschuss zum Ausbau der Recyclingregion Harz

Startschuss zum Ausbau der Recyclingregion Harz



Nordhausen/ Clausthal-Zellerfeld/Magdeburg

31.08.2016


Der Harz ist bereits seit längerer Zeit eine Region mit vielen Kompetenzen im Recycling. Hierzu zählen die Aktivitäten der TU Clausthal und des Recyclingclusters REWIMET in Südniedersachsen, die Arbeiten der Hochschule Nordhausen und ihrer Partner in Nordthüringen im Bereich von Ersatzbrennstoffen und anderen Abfällen und die Initiativen im westlichen Sachsen-Anhalt, die von der Otto-von-Guericke-Universität sowie der Hochschule Magdeburg-Stendal ausgehen.

Die vier Hochschulen, die seit längerem in diesem Sektor kooperieren, gehen nun den nächsten Schritt und wollen Bundesland-übergreifend eine Leuchtturmregion des Recyclings in Deutschland erschaffen. Dabei erfolgt eine thematische Erweiterung auf eine Vielzahl relevanter Abfallströme unter Einbindung einer großen Zahl regionaler Unternehmen. Erstmalig sollen in einem Gesamtkonzept Abfälle von Konsumenten, betriebliche Abfälle und abgelagerte Rückstände aus Bergbau und Hüttenwesen sowie Siedlungsabfällen gemeinsam betrachtet, zusammengeführt, aufbereitet und zielgerichtet zu geeigneten Abnehmern in der Region gelenkt werden. Dabei steht auch die Steuerung von Abfallströmen aus dem Konsumbereich durch gezielte Ansprache von Bürgerinnen und Bürgern im Fokus. Die Verknüpfung nicht gehobener Rohstoffpotentiale mit industriellen Kapazitäten und wissenschaftlichen Kompetenzen eröffnet hier zusätzliche Chancen.

Um dieses Ziel zu erreichen, bringen die Partner ihre Kompetenzen in den Bereichen Technologie, Logistik, Ökonomie, Ökologie, Umweltrecht und Umweltpsychologie ein. Dieser relativ einmalige, breit aufgestellte transdisziplinäre Verbund wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF im Rahmen der Fördermaßnahme Zwanzig20 mit rund 2,8 Mio. € für die Arbeiten der nächsten 2 ½ Jahre gefördert und von der Hochschule Nordhausen koordiniert. Unter dem Namen „Recycling 2.0“ wird damit der nächste Schritt zur Wertstoffwende genommen.

In den nächsten Wochen wird das Projekt auf drei Konferenzen der Region erstmals vorgestellt, am 21./22. September auf der TASIMA in Magdeburg, am 28. September auf dem Symposium „Chancen für den Harz“ in Clausthal-Zellerfeld und am 27./28. Oktober auf dem Nordhäuser Sekundärrohstoff Workshop.


Pressemitteilung der TU Clausthal.


Ansprechpartner:

TU Clausthal IFAD Rohstoffaufbereitung und Recycling

Prof. Dr.-Ing. Daniel Goldmann

Tel.: 05323/72-2735

goldmann@aufbereitung.tu-clausthal.de

 

Recyclingregion Harz

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