Neue Förderrunde der Niedersächsischen Gesundheitsregionen - Projekt der Gesundheitsregion Göttingen bekommt finanzielle Unterstützung | Südniedersachsenprogramm
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Neue Förderrunde der Niedersächsischen Gesundheitsregionen - Projekt der Gesundheitsregion Göttingen bekommt finanzielle Unterstützung


Das Niedersächsische Gesundheitsministerium, die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) und die gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen fördern neue Versorgungsansätze in den niedersächsischen Gesundheitsregionen. Im Rahmen der dritten Förderrunde hat ein Lenkungsgremium auf Landesebene von 17 Anträgen nun drei Projekte ausgewählt. Gefördert werden Projekte, die sich - in unterschiedlicher Art und Weise - innovativ und zukunftsrelevant regionalen Problemen widmen. Insbesondere das Aufeinandertreffen von Internet und Medizin birgt ein enormes Potenzial in sich: Es kann neue und verbesserte wohnortnahe Therapiekonzepte ermöglichen, gleichzeitig aber auch die Kosten senken. Für diese Projekte stellen die Kooperationspartner insgesamt rund 300.000 Euro zur Verfügung.

Unter den geförderten Projekten befindet sich auch eines der Universitätsmedizin Göttingen:

„Digitale Kommunikationshilfe für nicht-deutschsprechende Patienten im Grenzdurchgangslager Friedland - DICTUM Friedland" (Gesundheitsregion Göttingen):

Mit einer interdisziplinär entwickelten digitalen Kommunikations- und Übersetzungshilfe für 13 Sprachen und Dialekte sollen Anamnesen und Kommunikation videoassistiert durchgeführt werden können.

Fördersumme: 100.000 Euro

„Die Vielzahl der vielen guten Projektideen zeigt: Die Gesundheitsregionen sind ein Erfolgsmodell. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die sich mit hohem Engagement für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung vor Ort einsetzen", erklärte Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt. „Es freut mich sehr, dass unter anderem ein Programm zur Fachkräftegewinnung in der Pflege ein positives Votum des Lenkungsgremiums erhalten hat. Auch in Niedersachsen werden die Menschen immer älter, und damit steigt die Nachfrage nach professioneller Pflege. Gleichzeitig sinkt das Arbeitskräftepotenzial, der Bedarf nach Pflegefachkräften kann somit nicht mehr ausreichend gedeckt werden. Das geförderte Modell ist daher ein wichtiger Baustein, dieser Entwicklung frühzeitig entgegenzuwirken."

„Alle - Krankenkassen, KVN, Städte und Gemeinden - müssen es als ihr gemeinsames Ziel ansehen, den Bürgerinnen und Bürgern eine adäquate Versorgung zu bieten. Dafür ist eine kooperative Zusammenarbeit notwendig", so der KVN-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch. „Die Niedersächsischen Gesundheitsregionen bieten den Rahmen, um Kompetenzen zu bündeln und vor Ort bedarfsgerechte Konzepte umzusetzen."

Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen betonte: „Die drei neuen Projekte werden in den Gesundheitsregionen wichtige Impulse für eine patientenorientierte, qualitative Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems liefern. Unser Engagement ist eine Investition in eine möglichst gesunde Zukunft."

„Mit dem Austausch und der Zusammenarbeit vor Ort schaffen wir regionale Gesundheits-Netzwerke als wichtige Ergänzung zu den Entscheidungsverantwortungen auf Landesebene. Diesen Prozess wollen die Ersatzkassen mit ihren Fördermitteln unterstützen und zusätzliche Impulse geben", sagte Jörg Niemann, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) in Niedersachsen.

„Unsere Versicherten haben hohe Anforderungen an eine niederschwellige und wohnortnahe Versorgung. Mit den drei geförderten Projekten können wir am Modell erproben, wie bestehende Strukturen weiterentwickelt und den regionalen Bedürfnissen angepasst werden können", so Burkhard Spahn, Vorstand des BKK Landesverbandes Mitte.

Mit dem Ende 2014 von der Landesregierung initiierten Projekt der „Gesundheitsregionen Niedersachsen" werden die niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte dabei unterstützt, neue Konzepte in der örtlichen Gesundheitsversorgung zu entwickeln und umzusetzen. Für die Gesundheitsregionen stellt das Land - vorbehaltlich der Beschlüsse des Landtages - für den Zeitraum von 2014 bis 2017 pro Jahr 600.000 Euro zur Verfügung. Dazu kommen durch die Beteiligung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, der AOK Niedersachsen, der Ersatzkassen sowie des BKK Landesverbandes Mitte pro Jahr weitere 430.000 Euro. Auch die Ärztekammer Niedersachsen unterstützt das Projekt. Insgesamt sind bereits 34 Gesundheitsregionen am Start und erhalten zum Aufbau der erforderlichen Arbeitsstrukturen zunächst jeweils bis zu 25.000 Euro.


Pressemitteilung des Nds. Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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