klar

Beispielhaft für Niedersachsen - Übergabe der Studie zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum

13.08.2018


Zu einer feierlichen Übergabe hat am 13.08.2018 Landrätin Angela Schürzeberg in den Landkreis Holzminden eingeladen. Die Studie "Neue Wege der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum", die vor über einem Jahr beauftragt wurde, konnte an Barbara Otte-Kinast, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, übergeben werden.

Vom Landwirtschaftsministerium mit 40 000 Euro gefördert, beinhaltet die Studie Lösungsansätze zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in den ländlichen Räumen. Viele Orte stehen vor der Herausforderung, den Demografiewandel und die Verringerung der Ärztezahl zu bewältigen. Dr. Wilhelm Klauser vom Büro "IND Initialdesign Dr. Wilhelm Klauser, das mit der Erstellung der Studie beauftragt wurde, stellte die Vorgehensweise sowie die wichtigsten Ergebnisse vor.

Wichtig für die Bedarfsanalyse war die Befragung der Bevölkerung vor Ort. Hierbei wurde schnell deutlich, dass den Bürger*innen vor allem konkrete Ansprechpartner*innen fehlen. Basierend auf den Umfrageergebnissen wurden vier Impulsprojekte und zehn Empfehlungen in der Feldstudie entwickelt. Beispielhaft für diese Resultate wurden das sogenannte "MediZIMMER" und die "Dorfschwester 2.0" genannt. Diese Art von Schwesternpraxis soll mit medizinisch ausgestattetem Personal in verschiedenen Orten des Landkreises eingerichtet werden. Kleinere Anliegen der Anwohner*innen werden so ohne großen Zeitaufwand und lange Anfahrtswege zum Hausarzt direkt vor Ort versorgt.

Auch nach offiziellem Ende der Studie gibt es konkrete Perspektiven, die Empfehlungen umzusetzen. Die Orte Kirchbrak und Golmbach haben bereits geeignete Räumlichkeiten in Aussicht, um hier das "MediZIMMER" einzurichten. Dass weitere Vorhaben realisiert werden, davon waren alle Anwesenden überzeugt.


Landrätin Angela Schürzeberg (zweite v.r.) übergibt die Studie "Neue Wege der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum" an Ministerin Barbara Otte-Kinast; Bildrechte: FHM
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln