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18. Steuerungsausschuss Südniedersachsen begrüßt Staatssekretär Stefan Muhle

26.09.2018



Am Mittwoch, den 26.09.2018 kamen die Landrätinnen und Landräte der südniedersächsischen Landkreise, die Stadt Göttingen sowie die benannten Vertreter und Vertreterinnen für die südniedersächsischen Städte und Gemeinden mit den beiden Landesbeauftragten Heike Fliess (ArL Leine-Weser) und Matthias Wunderling-Weilbier (ArL Braunschweig) zum Steuerungsausschuss Südniedersachsen zusammen. Frau Uljana Klein, Dezernentin für Kreisentwicklung des Landkreises Northeim, be-grüßte die anwesenden Gäste.

GEKO

Der Steuerungsausschuss startete mit einem Projekt, das die Anwesenden begeisterte. Professor Dr. Wolfgang Viöl von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) stellte sein Projekt „Göttinger Entwicklungslabor für Kaltplasma und Oberflächennanotechnik (GEKO)“ vor. Seit zwanzig Jahren hat der Wissenschaftler dieses Tech-nologiefeld systematisch in Südniedersachsen aufgebaut. Ein Höhepunkt ist die Förderung des Verbundes „Plasma for Life“, den die HAWK ab 2017 aus dem Bundesprogramm „Starke Fachhochschulen - Impuls für die Region (FH-Impuls)“ erhält. In jedem Entwicklungsschritt nahm Professor Viöl die regionalen Unternehmen mit. So ist eine starke Verzahnung mit der Regionalwirtschaft entstanden, die auch das neue Projekt GEKO mitträgt.

Online Vertriebskanäle

„Digitalisierung“, so fasste der Landesbeauftragte Wunderling-Weilbier die Ergebnisse der anderen Präsentationen zusammen, „ist kein Schlagwort. Digitalisierung ist eine große Chance für den ländlichen Raum, die wir nutzen müssen!“ Tatsächlich zog sich das Thema wie ein roter Faden durch die Sitzung. Prof. Dr. Alexandra Engel vom Zukunftszentrum Holzminden Höxter stellte gemeinsam mit Schulleiter Andreas Hölzchen von der Berufsbildenden Schule Holzminden die Chancen des Projektes „Online Vertriebskanäle nutzen“ dar. Die Partner entwickeln ein IHK-Zertifikat, mit dem die duale Ausbildung um den Internet-Handel erweitert wird. „Der Trend im Handel geht zu online. Nur wenn die Berufsschulen digitale Kompetenz auch regional ausbilden, können die regionalen Unternehmen dieses Geschäftsfeld entwickeln“, erläuterte Prof. Engel. „Hier darf das Land nicht abgehängt werden“, ergänzte Andreas Hölzchen.

Med PJ plus

Die gesundheitliche Versorgung des ländlichen Raums steht im Fokus eines weiteren Vorhabens, das Dr. Iris Demmer von der Universitätsmedizin Göttingen präsentierte. Im Projekt „Medizinisches Praktisches Jahr plus“ sollen die Veränderungen in der medizinischen Ausbildung genutzt werden, um die Versorgung des ländlichen Raums mit Hausärzten auch für die Zukunft sicherzustellen. Ab 2020 müssen angehende Medizinerinnen und Mediziner ein dreimonatiges Praktikum in einer niedergelassenen Praxis absolvieren. Zusammen mit den südniedersächsischen Landkreisen sollen geeignete Lehrpraxen identifiziert werden. Die Hoffnung ist, dass junge Ärzte das Landleben schätzen und lieben lernen! Der Steuerungsausschuss nahm einstimmig alle drei Projekte in das Südniedersachsenprogramm auf. „Die Projekte zeigen“, so die Landesbeauftragte Heike Fliess, „wie gut die Zusammenarbeit zwischen den südniedersächsischen Landkreisen und den beiden Ämtern für regionale Landesentwicklung ist! Denn für alle Projekte spielen Verwaltungsgrenzen keine Rolle.“ ´

Masterplan Digitalisierung

Noch digitaler wurde es mit einem weiteren Gast. Der Steuerungsausschuss konnte Staatssekretär Stefan Muhle aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium zur Sitzung begrüßen. Mit großer Spannung folgten die Mitglieder seinen Ausführungen zum „Masterplan Digitalisierung“. Das Anliegen der Landesregierung ist es, so wurde deutlich, eine sich abzeichnende digitale Spaltung zu verhindern. Die beispiellose Ausbauinitiative des Landes wird sich in einem ersten Schritt auf die Gebiete richten, in denen es noch kein schnelles Netz gibt. Dies ist ein Bekenntnis des Landes, mit schnellem Internet alle Bürgerinnen und Bürger zu versorgen. Der ländliche Raum wird nicht ausgespart. Über 400 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen. Mit Gigabit-Internet sollen in einem ersten Schritt Schulen und Gewerbegebiete ausgestattet werden. Aber auch bei der Mobilfunkversorgung will das Land vorankommen. Staatsekretär Muhle stellte sich den intensiven Fragen des Steuerungsausschusses. Er überzeugte die Mitglieder: Das Land hat Südniedersachsen auch in der digitalen Transformation weiterhin fest im Blick.

 
Der Steuerungsausschuss Südniedersachsen mit Gästen. In der Mitte die beiden Landesbeauftragten mit Staatssekretär Muhle.
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